2 plus 2 ist an der Börse nicht 4, sondern 5 minus 1

Mit diesem Worten den Altmeisters Kostolany kann man die Situation eines Investors ganz gut beschreiben.

Der Wonnemonat Mai und auch der Juni haben uns gezeigt, daß man als Kapitalanleger auch die minus 1 aushalten muss.

Äußerungen von amerikanischen und europäischen Notenbankern brachten eine deutliche Unruhe in die Märkte und schickten so gut wie alle Anlageklassen kurzfristig ins Minus.

Auch wenn diese temporären Verluste (Merke: politische Börsen haben kurze Beine) schon wieder weitgehend ausgeglichen sind, sollte man sich die Marktreaktion etwas genauer ansehen. Signifikante Verluste gab es nämlich auch in den sogenannten sicheren Häfen, nämlich Staatsanleihen aus den Industrienationen.

Einen Kursverlust von 5% für eine 10 jährige Anleihe kann mit den mickrigen Zinsen nicht mehr kompensiert werden. Bei einem jährlichen Kupon von 1,6% benötigt man über 3 Jahre um den Kursverlust wieder auszugleichen.

Dieses Beispiel soll zeigen, dass die Begriffspaare Staatsanleihen = risikolos und Aktien = Risiko nicht in jeder Börsensituation gelten und wir uns darauf einstellen, dass der Begriff „Risikolos“ in den nächsten Jahren neu definiert werden wird.

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